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SG Saulheim
Andrea Veeck
Platanenstr. 10
55291 Saulheim
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Zum Unvermögen kommt Pech dazu

Von Torben Schröder

OBERLIGA Saulheimer Handballer unterliegen Friesenheimer Zweitliga-Reserve knapp 24:25

SAULHEIM - Die Lage wird für die Oberliga-Handballer der SG Saulheim immer brenzliger. Nach der 24:25 (13:13)-Niederlage bei der TSG Friesenheim II, der sechsten Pleite im elften Spiel, kommt der Tabellenkeller zusehends näher. „Eine unnötige Niederlage“ sah Trainer Rainer Sommer, „wenn es mal nicht läuft, kommt neben dem Unvermögen auch noch Pech dazu.“ Symptomatisch war in dieser Hinsicht die letzte halbe Spielminute, als Thomas Sterker vom Siebenmeterpunkt den möglichen Ausgleich liegen ließ und Julius Werber den Ball im Nachfassen ans Lattenkreuz nagelte – während ein TSG-Spieler im Kreis stand, was aber keinen neuerlichen Strafwurf nach sich zog.

„Bis zur 6:3-Führung der Hausherren hatten wir schon zwei Hundertprozentige und einen Siebenmeter verworfen, was einiges an Sicherheit nahm“, analysiert Sommer. Bis zur Halbzeit robbten sich die Rheinhessen wieder auf ein 13:13 ran und führten Mitte des zweiten Spielabschnitts sogar 20:17 (44.). „Aber wir haben den Sack nicht zugemacht, weil wir oft die falschen Entscheidungen getroffen haben“, ärgert sich Sommer über eine nicht genutzte Schlüsselphase. Nur noch ein Treffer in den letzten sechs Minuten, insgesamt drei vergeigte Siebenmeter – es läuft einfach nicht. „Die Mannschaft war natürlich am Boden zerstört, weil wir die zweite Halbzeit über die meiste Zeit geführt haben. Leider haben wir vergessen, so weiterzuspielen, wie wir es zuvor gemacht haben“, berichtet Sommer, „jeder wollte auf einmal etwas Besonderes zeigen, was aber leider in die Hose ging. Da hätten wir es wesentlich cleverer gestalten können.“

zum Artikel: Zum Unvermögen kommt Pech dazu (Allgemeine Zeitung, 21.11.2016)

Eine Woche nach der schwachen Leistung in Bad Sobernheim galt es durch ein konzentriere Leistung zurück in die Erfolgsspur zu finden. Schnell fand die Abwehr zu gewohnter Stabilität, doch im Angriff taten wir uns in den ersten Minuten schwer. Während die Gäste aus Kirn beste Chancen vergaben konnten wir kurz vor der Pause mehrmals über das Konterspiel uns eine komfortable 13:7 Halbzeit Führung erarbeiten.
Leider zeigte sich zu Beginn der 2. Halbzeit wie wir das vorherige Spiel verloren: zu wenig Zugriff in der Deckung und viele leichte Fehler im Aufbauspiel ließen die Gäste aus Kirn schnell auf 14:12 wieder ins Spiel kommen. Glücklicherweise währte dieses Mal die Schwächephase nur knapp 15 Minuten. Kirn leistete sich einige Fehler im Angriff und wir schafften es wieder besser zu verteiligen. Innerhalb weniger Minuten konnten wir den Vorsprung wieder auf 4 Tore ausbauen und gaben diese Führung bis zum Endstand von 23:19 nicht wieder her.
Wiedergutmachung geglückt. Zuhause weiterhin ungeschlagen.
Kleiner Wermutstropfen: Unser Keeper JJ verletzte sich bei einer Abwehraktion und wird uns vermutlich einige Wochen fehlen. An dieser Stelle "Gute Besserung & wir hoffen das du schnell wieder fit wirst".
Wir danken allen Zuschauern für die Unterstützung. Unser nächstes Saisonspiel bestreiten wir am 27.11. auswärts in Gonsenheim. Einen Gegner, der sicher nicht einfach zu schlagen ist. Beide Mannschaften kennen sich gut. Das letzte Kräftemessen vor wenigen Wochen in einem Freundschaftsspiel ging an an den HCG, doch in gewohnter Manier werden wir wieder alles versuchen um das Auswärtsspiel erfolgreich zu gestalten. Anwurf ist übernächsten Sonntag um 14Uhr in der Halle am Großen Sand. Wir freuen uns natürlich über jede Unterstützung ;-)

Eure Vierte

Peinliche Heimpleite gegen Aufsteiger

Von Torben Schröder
OBERLIGA SG Saulheim lässt gegen den TV Bitburg jegliche Leidenschaft vermissen und unterliegt verdient 26:33

SAULHEIM - Nein, an Genuss ist an diesem Abend wirklich nicht zu denken. Das Bierchen nach dem Spiel scheint zu schmecken, als habe es bereits geöffnet drei Tage auf der Heizung gestanden. Damit passt es, genauso wie die Gesichtsausdrücke der Saulheimer Handballer, zu den vorangegangenen 60 Oberliga-Minuten gegen den TV Bitburg. Dem Vorschlag aus dem Spielerkreis, statt dieses Artikels einfach ein übergroß gedrucktes „Peinlich“ zu veröffentlichen, können wir aber, so angemessen er auch zu sein scheint, nicht nachkommen. 26:33 (13:16) lautet das Resultat, zahlenmäßiges Abbild zweier gleich schlechter Saulheimer Halbzeiten und ein, so Trainer Rainer Sommer, „auch in der Deutlichkeit absolut verdientes Ergebnis“.

Das 5:4 in der achten Minute sollte bereits die letzte Führung der Hausherren bleiben, drei vergeigte Siebenmeter, nur zwei Tore vom Kreis, nur eines – in Minute 57 – aus einem Tempo-Gegenstoß: Nach einer manierlichen, kurzen Anfangsphase lieferte die SG gegen den Aufsteiger bei dessen erstem Auswärtssieg ein Bild des Grauens. Und so bemühte sich Sommer auch gar nicht erst, beschönigende Worte zu finden. „Hochmut kommt vor dem Fall“, umschreibt der Trainer, wovor er im Vorfeld noch zu warnen versucht hatte. Die dritte Pleite im fünften Heimspiel wäre mit einer Einstellung wie beim jüngsten 29:29 bei der HSG Worms allemal zu verhindern gewesen. „In der Abwehr stand jeder für sich allein, aber nicht zusammen als Mannschaft“, zürnt Sommer, „die anderen haben engagiert gespielt, und wir hatten keinen Zugriff, in keinster Weise. Vorne spielen wir quer, quer, quer, statt Richtung Tor zu gehen. Da war überhaupt kein Feuer drin, nicht auf der Platte, nicht sonst wo.“ Die Zuschauer, die nach der Partie in Worms wieder in die Halle gelockt wurden, dürften so schnell nicht wiederkommen. „Jetzt kommen mal ein paar mehr, und wir spielen so eine Scheiße“, redet Sommer Klartext: „Mit dieser Einstellung gewinnst du gegen keine Mannschaft der Liga ein Spiel. Wir haben körperlich nicht dagegen gehalten, jeder sucht die Schuld beim anderen. Das war desaströs. Solide in der Abwehr zu stehen, haben wir von der ersten Minute an nicht geschafft. Das war ohne Körperspannung, vorne wie hinten.“

zum Artikel: Peinliche Heimpleite gegen Aufsteiger (Allgemeine Zeitung, 14.11.2016)

Nach dem sehr holprigen Saisonstart und Tiefpunkt mit der Derbyniederlage in Nieder-Olm konnten wir uns wortwörtlich von Spiel zu Spiel steigern. Wir haben uns endlich als neuformierte Mannschaft eingespielt und erkannt mit welchen Stärken wir in unseren Spielen Punkten können und müssen. Mit bedingungslosen Tempospiel und einer Umstellung der Defensive auf eine 5:1 Deckung mit einem starken Fabian Schneider an der Spitze konnten wir in den letzten 3 Spielen nun immer punkten und endlich eine kleine Serie aufbauen.
Im Samstagabendspiel gegen Kirn gingen wir mit eben dieser Einstellung ans Werk und konnten abgesehen vom 1:1 und 2:2 einen Start-Ziel-Sieg einfahren. Unsere über weite Strecken der Partie sehr konzentrierte Abwehr ermöglichte uns bis zur Halbzeit einen Vorsprung von 3 Treffern herauszuspielen. Besonders hervorzuheben war auch die Leistung von dem wieder einmal stark aufgelegten Discher im Tor der neben seinen wichtigen Paraden aus dem Spiel auch sechs gehaltene Siebenmeter beisteuern konnte und so ein noch ausgeglicheneres Spiel verhindern konnte. Verbesserungswürdig waren hingegen die vielen, vielen einfachen Fehler. Immer wieder haben wir uns das Leben phasenweise selbst schwergemacht mit unnötigen Technischen Fehlern und unzähligen Fehlpässen in übereifrigen Phasen des Spiels.

Nach einem starken Saisonauftakt zuhause gegen die Reserve aus Büdesheim, wo wir durch eine starke Abwehr überzeugten, mussten wir uns am Sonntag auswärts in Sobernheim verdient mit 30:35 (15:16) geschlagen geben.
Zu keiner Zeit fanden wir die gewohnte Sicherheit in der Abwehr und leisteten uns im Angriff viele Fehler, der es der deutlich jüngeren HSV Truppe einfach machte viele Gegenstoßtore zu erzielen.
Danke an die wenigen Saulheimer Fans, die den weiten Weg nicht gescheut haben und in kalter Halle kein schönes Spiel sehen durften.
Aber Ausreden, ob der Halle oder Schiedsrichter wegen, zählen nicht. Mit einer halbwegs ordentlichen Leistung hätten wir sicher mehr aus dem Spiel machen können.
Mund abwischen, weiter geht’s.
Am Sonntag (14Uhr) zuhause gegen den TUS Kirn II haben die Chance es besser zu machen. Wir freuen uns natürlich über jeden Zuschauer, die uns dabei unterstützen wollen.

Eure Vierte

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