OBERLIGA Kilz lehrt in Saulheim Tempo-Handball
(C.R.) "Auf Wiedergutmachung" für die Niederlage gegen die HSG Biewer-Pfalzel brennt Handball-Oberligist SG Saulheim, der am Sonntag, 18 Uhr, beim Spitzenreiter HSG Eckbachtal im pfälzischen Dirmstein gastiert. Diesen Eindruck hat zumindest Karl-Peter Kilz, der zu Beginn der Woche als Nachfolger des entlassenen Trainergespanns Martin Reuter/Mischa Jung inthronisiert wurde.
Zwei Trainingseinheiten hat der 48 Jahre alte Physiotherapeut mit seinem Team bereits absolviert. Und eine blutige Nase hat es auch gegeben: André Ickenroth, der gerade eine Verletzung auskuriert hatte, brach sich das Nasenbein. "Er wird in diesem Jahr nicht mehr spielen", bedauert Kilz den Unfall.
Der Sobernheimer, der die Saulheimer bereits vor anderthalb Jahren zur Vizemeisterschaft in der Oberliga geführt hatte und dann aus beruflichen Gründen pausierte, möchte sportlich nahtlos an die alte Zeit anknüpfen. Eine starke Abwehr, Disziplin und ein schneller Tempogegenstoß sind die Eckpfeiler seiner Handball-Philosophie. Gegen die HSG Eckbachtal, die sich selbst als Favoriten der Liga betrachtet und mit Kai Best über den überragenden Torschützen der Klasse verfügt, soll die bereits ansatzweise umgesetzt werden. Bis die Spieler sie jedoch wieder vollständig verinnerlicht haben, wird eine Weile dauern. Da macht sich Kilz nichts vor, zumal auch er vorerst mit dem Handicap leben muss, in keiner ganzen Halle trainieren zu können. Bis die in Sanierung befindliche Saulheimer Sporthalle komplett nutzbar ist, muss improvisiert werden.
Ob der verletzte Ex-Trainer Martin Reuter je wieder als Spieler für die SG Saulheim auflaufen wird, ließ Kilz gestern offen: "Da halte ich mich raus. Das ist die Sache des Vereins", sagte er.
| < Zurück | Weiter > |
|---|













