Von Claus Rosenberg
OBERLIGA SG Saulheim triumphiert beim Spitzenreiter HSG Eckbachtal / Starke Mannschaftsleistung
DIRMSTEIN. Die SG Saulheim hat einen Befreiungsschlag gelandet. 34:32 (15:18) besiegten die Oberliga-Handballer den seitherigen Spitzenreiter HSG Eckbachtal und rehabilitierten sich für die jüngst schwache Heimvorstellung gegen die HSG Biewer/Pfalzel.
Inwieweit der Sieg schon auf den neuen Trainer Karl-Peter Kilz zurückzuführen ist, interessierte nach der Schlusssirene zunächst niemanden. Fakt allerdings ist, dass sich die Mannschaft im ersten Spiel nach dem Comeback des Sobernheims auf dem Saulheimer Trainerstuhl in lange vermisster Geschlossenheit präsentierte. Weder eine teilweise verschlafene erste Hälfte, noch der Pausenrückstand änderten daran etwas. Im Gegenteil: Das Team hatte seinen Spaß. "Über weite Strecken haben wir richtig guten Handball gespielt", schwärmte denn auch Markus Herberg, der weiterhin verletzt auf der Bank saß.
Das starke Selbstbewusstsein der Saulheimer, die auch wegen vieler Zeitstrafen anfänglich ins Hintertreffen gerieten, zahlte sich nach 40 Minuten aus. Da übernahm der Vizemeister der vergangenen Runde mit dem 22:21 erstmals die Führung und gab sie dann auch nicht mehr aus der Hand.
Maßgeblichen Anteil am Sieg hatte die Treffsicherheit von Benjamin Venter. Zwölfmal traf der Rückraum ins Schwarze. Daraus abzuleiten, die SG Saulheim habe dank seines starken Auftritts alleine gewonnen, sei ein Trugschluss, betonte Herberg: "Es scheint so. Tatsächlich war es aber so, dass die gesamte Mannschaft am Erfolg beteiligt war". Bemerkenswerterweise erlaubte sich die SG Saulheim in Dirmstein schon in der ersten Hälfte ihre Schwächephase.
Nach elf Minuten lag sie bereits 2:8 hinten. "In einer Auszeit haben wir uns dann auf unsere Stärken besonnen", schilderte Herberg weiter. Von da an zeichnete sich zumindest schon einmal ab, dass das hochgehandelte Team mithalten kann. Auf die Wende musste es allerdings bis nach der Pause warten. Anders als in einigen vorangegangenen Spielen hielt die SG ihr hohes Niveau bis zum Schlusspfiff bei. Der obligatorische Einbruch in der Schlussphase blieb diesmal aus.
Dabei steckten die Saulheimer auch weg, dass sie viele Fouls gepfiffen bekamen. Phasenweise standen nur vier Feldspieler auf dem Parkett. Trotzdem triumphierte das Team und bescherte Kilz damit einen Einstand nach Maß.
SG Saulheim: Stengel, Radewald; Rürup (3), Höfer (3/3), K. Jung (2), Schuhmacher (4), Venter (12), Acker, Vuletic (5), Kröhle (5), Herberg, Schirra, Schmidt.
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