25.01.2010 02:00 Uhr - SAULHEIM
Von Andreas Riechert
HANDBALL Oberliga-Spitzenreiter SG Saulheim fertigt SGH St. Ingbert mit 47:32 ab / Schuhmacher sehr treffsicher
Die SG Saulheim marschiert unaufhaltsam in Richtung Dritter Handball-Liga. Auch gegen den in allen Belangen hoffnungslos unterlegenen Abstiegskandidaten SGH St. Ingbert behielt der Oberligist souverän die Oberhand und verwies die Saarländer mit 47:32 (26:18) deutlich in die Schranken.
Nachdem die Saulheimer bereits in der Vorwoche ein Torfestival gefeiert und bei Tabellenschlusslicht HC Gonsenheim 44 Treffer erzielt hatten, steigerte der Aufstiegsfavorit diese Ausbeute nun nochmals um drei Tore. Die Saisonbestmarke von 47 erfolgreich verwandelten Würfen war Ausdruck der hohen Dominanz der Hausherren, die insbesondere im ersten Durchgang durch eine an Effizienz kaum zu überbietende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss beeindruckten. Nahezu jede durchdacht herausgespielte Angriffsaktion saß, der bemitleidenswerte Gäste-Keeper Rüdiger Lydorf hatte bis zur 28. Minute nicht einen einzigen Ball gehalten. Die SG-Schützen trafen fast nach Belieben, alleine der überragende Frederick Schuhmacher markierte im einseitigen Privatduell mit Lydorf 14 Treffer. Während die Saulheimer Torhüter Sascha Radewald und Sven Stengel mit famosen Reflexen glänzten und reaktionsschnell etliche erfolgreiche Tempogegenstöße einleiteten, fand der löchrige Defensivverbund der Saarländer zu keinem Zeitpunkt der Partie ein Mittel gegen die SG-Angriffslawine.
Trotz des abermals dominanten Auftritts seines Teams zeigte sich Karl-Peter Kilz jedoch nicht gänzlich mit dessen Leistung einverstanden. "32 Gegentore sind definitiv zu viel. Daran müssen wir arbeiten, denn zum Spaß am Handball gehört eben auch die Abwehrarbeit", sagte der Saulheimer Übungsleiter. Kilz monierte zudem das "zu lasche Agieren vor der gegnerischen Kiste" in Hälfte zwei. "Da waren wir gerade auf den Außenpositionen zu wenig konsequent", entdeckte der SG-Coach einen weiteren Ansatzpunkt, den es zu verbessern gelte. Ungeachtet seiner kritischen Worte fand Kilz aber auch Anerkennung für seine Mannschaft, deren Erfolg bereits nach Christoph Ackers feinem Lupfer zum 13:8 (15.) frühzeitig vorgezeichnet war.
So lobte der Sobernheimer den erneut rasant vorgetragenen Tempohandball seiner Farben, der die begeisterten Zuschauer in der Halle von den Sitzen riss. Immer wieder überbrückte der Gastgeber das Feld mit schnörkellosem Direktspiel, unzählige gelungene und technisch anspruchsvolle Kombinationen verdeutlichten das immense Selbstvertrauen des Titelaspiranten. "Wir lassen uns mittlerweile auch von kleineren Fehler nicht mehr irritieren und glauben an uns. Es sind einfach viele positive Faktoren, die unsere derzeitige Siegesserie ausmachen", analysierte Keeper Sven Stengel.
SG Saulheim: Radewald, Stengel; Schmidt (3), Höfer (4/1), Jung, Herberg (5), Schuhmacher (14), Venter (7), Acker (7), Vuletic (2), Kröhle (4), Ickenroth (1)
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| Frederick Schuhmacher (saul) hat erneut eine freie Lücke im Deckungsverband von St. Ingbert ausgemacht. Holger Lührs (rechts) kann den Saulheimer, der insgesamt 14 Tore warf, nicht mehr aufhalten. photoagenten/Axel Schmitz |
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