03.05.2010 - SAULHEIM
Von Andreas Riechert
HANDBALL Oberligist bleibt am Spitzenreiter dran
Es bleibt spannend. Mit ihrem auch in dieser Deutlichkeit vollauf verdienten 39:26 (19:9)-Heimerfolg über den TV Moselweiss hat die SG Saulheim den Druck auf Primus TV Vallendar zwei Spieltage vor Schluss erhöht und darf weiterhin von der angestrebten Versetzung in die Dritte Handball-Liga träumen. Bei nur einem Punkt Rückstand auf den TVV winkt ein dramatisches Saisonfinale.
Dass der Oberligist dafür trotz seiner nach wie vor ungünstigeren Ausgangssituation gewappnet ist, bewiesen die Saulheimer gegen die Koblenzer auf beeindruckende Art und Weise. So scheint nicht nur die zwischenzeitlich vermisste Leichtigkeit ins SG-Spiel zurückgekehrt zu sein, sondern boten die Gastgeber ihren diesmal zahlreicher erschienenen Fans zudem eine äußerst ansehnliche Partie aus einem Guss. Eine effiziente Chancenverwertung, schnörkellosen Tempohandball und eine bemerkenswert stabile Defensive markierten die Eckpfeiler des SG-Erfolgs. Coach Karl-Peter Kilz, nutzte erneut das Spiel, um Akteure aus der zweiten Reihe zum Zug kommen zu lassen.
So auch Rückkehrer Christoph Bach, der bereits bis zum vergangenen Sommer im SG-Trikot auflief, dann jedoch zwischenzeitlich zur TG Osthofen abgewandert war. Das Intermezzo beim rheinhessischen Liga-Rivalen dauerte allerdings nur kurz, bereits seit einigen Monaten trainiert der 27-jährige Alzeyer wieder im Ritter-Hundt-Sportzentrum. Zwar stand der Bankkaufmann und BWL-Student bis zur Partie gegen Zweibrücken nicht im Kader, doch erachtet Kilz Bachs jüngste Einsätze auch als Belohnung für dessen Trainingseifer. Zudem sei jede Oberliga-Minute für Spieler wie Bach oder auch Roman Walldorf, Régis Feddersen und Pascal Schirra eine wertvolle Erfahrung, betont der Saulheimer Übungsleiter. "Das bringt diese Jungs einfach weiter. Denn es ist schon etwas anderes, ob man in der Rheinhessenliga oder in der Oberliga auf dem Feld steht", verdeutlichte Kilz.
Christoph "Bodo" Bach nahm die Steilvorlage seines Trainers gerne auf und bedankte sich mit einem sehenswerten Treffer und einigen klugen Zuspielen fürs Vertrauen. Die Hoffnung auf den Aufstieg hat der Schlaks noch lange nicht aufgegeben und ist heilfroh, wieder in Saulheim zu sein. "Ich habe mich hier schon immer am wohlsten gefühlt und es macht einfach am meisten Spaß, bei der SG Handball zu spielen", strahlte er.
SG Saulheim: Möbus, Radewald (nicht eingesetzt); Acker (3/1), Venter (5), Vuletic (8/2), Rürup (6), Schuhmacher (9), Kröhle (2), Schmidt, Jung, R. Walldorf (1), Schirra (3), Bach (1), Feddersen
| < Zurück | Weiter > |
|---|













