18.01.2010 - GONSENHEIM
Von Mathias Schubert
OBERLIGA SG Saulheim gewinnt das Rheinhessen-Derby in Gonsenheim mühelos 44:22
Ein bisschen mehr Spannung hätte dem Rheinhessen-Derby zwischen dem HC Gonsenheim und der SG Saulheim sicherlich gut getan. Am Ende hielt die Partie zum Rückrunden-Auftakt der Handball-Oberliga jedoch, was sie vom Papier her versprach: Spitzenreiter Saulheim erzielte einen überdeutlichen 44:22 (22:10)-Kantersieg gegen das überforderte Schlusslicht Gonsenheim.
"Wir hatten absolut keine Chance", brachte HC-Trainer Andreas Wetterling das Spielgeschehen auf den Punkt. Zwar gelang es den Hausherren, zu Beginn noch das Tempo des Tabellenführers mitzugehen, doch eine Sensation traute ihnen wohl niemand der knapp 300 Zuschauer in der Sporthalle Am Großen Sand zu, zumal das ausgeglichene Torverhältnis zu Beginn (4:4/10.) zahlreichen Unkonzentriertheiten der Gäste geschuldet war. "Am Anfang waren wir nicht ganz da, nach ein paar Minuten haben wir aber besser ins Spiel gefunden", so Saulheims Trainer Karl-Peter Kilz.
Spätestens Mitte der ersten Halbzeit nahmen seine Mannen Fahrt auf und sorgten dafür, dass sich die Partie zu der eindeutigen Angelegenheit entwickelte. Vor allem als Gonsenheims Florian Bieker nach zwölf Minuten aufgrund eines Kreislaufkollapses nicht mehr einsatzfähig war, zeigte sich, dass seinem Team die spielerischen Mittel fehlten, um das Abwehr-Bollwerk der SG zu durchbrechen. "Es war klar, dass der Einbruch irgendwann kommen würde. Bei der Verletztenliste fehlen uns personell die Alternativen", räumte Wetterling ein. Vor allem aber ärgerte er sich über die unnötigen Abspielfehler seiner Spieler. So machten sie es dem Primus leicht, sich über 17:9 (24.) bis zur Pause entscheidend auf 22:10 abzusetzen.
Der zweite Durchgang hielt keine Überraschungen mehr parat, und es offenbarte sich zunehmend ein Klassenunterschied. Den ersatzgeschwächten Gastgebern ging die Puste aus, während Saulheim über Christoph Acker und Frederick Schumacher einen Gegenstoß nach dem anderen lief und die restliche Spielzeit zum Schaulaufen nutzte.
"So ein Spiel muss man gewinnen. Ob das mit einem Tor ist oder mehr, spielt letztlich keine Rolle", freute sich Kilz, wohl wissend, dass in den kommenden Wochen höhere Hürden warten.
SG Saulheim: Stengel, Radewald; Ickenroth (2), Höfer (8/2), Jung (3), Vuletic (5), Schumacher (5), Rürup (8), Venter (3/1), Acker (7), Schmidt (1).
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| Gonsenheims Andreas Hannapel (Mitte) wird von den Saulheimern Leo Vuletic (rechts) und Kristian Jung attackiert. Die SG, Spitzenreiter der Oberliga, setzte sich mit 44:22 überdeutlich gegen das Schlusslicht durch. Foto: hbz/Jörg Henkel |
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