17.05.2010 - SAULHEIM
Von Claus Rosenberg
OBERLIGA Zum Saisonausklang Remis in Irmenach
Die SG Saulheim ist zum dritten Mal in Folge Vizemeister der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Das Team von Karl-Peter Kilz verabschiedete sich mit einem 30:30 bei der HSG Irmenach in die Winterpause. Unterdessen machte der Saulheimer Erzrivale TV Vallendar mit einem Sieg in Homburg die Meisterschaft perfekt.
Die Saulheimer hatten im Titelfern-Duell mit dem TV Vallendar auf einen Agenten in Homburg verzichtet. "Wir wollten nur auf uns schauen. Und das haben wir getan", kommentierte Kilz. Erst geraume Zeit nach Schlusspfiff drang die Kunde zur Mannschaft vor, wonach der Spitzenreiter aus dem Rheinland seine Pflichtaufgabe mit einem Sieg erledigt hatte. "Zum Glück", bemerkte Kilz. Andernfalls hätte das eigene Remis wehgetan, weil es die Meisterschaft gekostet hätte.
Drei Sekunden vor Schluss quittierte die SG Saulheim in Irmenacht das Tor zum Ausgleich. Zuvor hatte die Formation des scheidenden Trainer Kilz über die komplette Spielzeit mehr oder weniger deutlich geführt. Doch wie so oft in dieser Saison brachte eine Verletzung das Team um den torgefährlichsten Saulheimer Benjamin Venter aus dem Rhythmus. Freddy Schuhmacher knickte um. Zugleich verlor die Mannschaft ihren roten Faden. Infolgedessen schmolz der Vorsprung zusehends.
Für Karl-Peter Kilz war das Spiel in Irmenach das Abschiedsspiel als Trainer. Er übergibt die Mannschaft nun an Eric Abel. Dass es mit der Meisterschaft nicht geklappt hat, sieht Kilz mit gemischten Gefühlen. "Natürlich will man am Ende einer Runde oben stehen", sagt der Sobernheimer einerseits. Andererseits hält er die Oberliga für derzeit genau die "richtige Klasse für die Saulheimer". Die dritte Liga, in die nun der TV Vallendar einzieht, wäre für Zuschauer und Verein längst nicht so attraktiv wie die Oberliga, die wegen der Umstrukturierung in der neuen Runde vom Format her "der heutigen Regionalliga" entspräche. Zudem gibt es einige Lokalderby, nachdem der TV Nieder-Olm und die SF Budenheim absteigen müssen.
Kilz hatte das Team im Herbst von Spielertrainer Martin Reuter übernommen. Nach einer Erfolgssträhne wurde auch der Sobernheimer Opfer der dünnen Personaldecke. Dass er wieder - dann zum dritten Mal - bei der SG einspringt, hält Kilz für unwahrscheinlich. Er wünscht seinem Nachfolger und der Mannschaft, dass sie mehrere Jahre kontinuierlich zusammenarbeiten können.
SG Saulheim: Möbus, Radewald, Schmidt (1), Acker (2), Venter (11), Back, Vuletic (2), K. Jung, Schuhmacher (3), Kröhle (5), Schirra (1), Walldorf, Rürup (5).
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