17.04.2010 02:00 Uhr - SAULHEIM
Von Claus Rosenberg
OBERLIGA SG Saulheim muss in Zweibrücken siegen
Mit absoluter Notbesetzung gehen Saulheims Handballer am Samstag, 18 Uhr, ins Spiel der Spiele. Der Tabellen-Zweite ist beim Dritten in Zweibrücken zu Gast und die Bedeutung der Begegnung, da redet SG-Coach Karl-Peter Kilz nicht lange um den heißen Brei, ist klar: "Wenn wir verlieren, haben wir keine Chance mehr, Meister zu werden." "Glück" ist die Vokabel, die Kilz im Vorfeld dieser Spitzenpartie am häufigsten gebraucht. Verwunderlich ist das nicht, denn die Vorzeichen könnten nicht gegensätzlicher sein. Da stehen auf der einen Seite die Saulheimer, deren Ergebnisse seit Wochen äußerst wechselhaft sind. Und auf der anderen Seite die Zweibrücker, die in dieser Runde noch kein Spiel in der Ignaz-Roth-Halle verloren haben und auf die stolze Bilanz von neun Siegen in Serie blicken. Sie werden, so heißt es auf ihrer Homepage, in bester Besetzung gegen die SG Saulheim auflaufen. Kilz hingegen muss definitiv auf drei Leistungsträger - Markus Herberg, André Ickenroth (beide verletzt), Hendrik Höfer (beruflich verhindert) - verzichten und bangt zudem um die Einsätze seines wichtige Rückraumspieler Freddy Schuhmacher und der beiden Torhüter Sven Stengel und Sascha Radewald.
"Lamentieren hilft nicht. Jetzt gilt es, die Zähne zusammenzubeißen und das Beste zu geben", sagt Kilz. Es gibt auch Gründe, zuversichtlich die Reise in die Pfalz anzutreten. Mit dem 40:30 fügten ausgerechnet die Saulheimer dem Geheimfavoriten im Hinspiel die höchste Saisonniederlage zu. Und die imponierenden Ergebnisse des SV relativiert Kilz mit der Bemerkung: "Jede Serie kann mal reißen. Wir hatten schon so viel Pech in dieser Saison, warum sollten wir nicht auch einmal Glück haben?"
Wobei die SG gerade am vergangenen Samstag zeigte, dass sie sich ihr Glück verdient. Im Spitzenspiel gegen die TSG Friesenheim gab es einen überzeugenden Sieg, wie auch Abteilungsleiter Edwin Walldorf positiv registrierte. Der Fan-Bus nach Zweibrücken startet am Samstag, 15 Uhr, am Ritter-Hundt-Zentrum.
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