26.04.2010 - SAULHEIM
Von Andreas Riechert
HANDBALL-OBERLIGA SG Saulheim zaubert beim 44:26 über den Absteiger / Erneut hütet Möbus das Tor
Das war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung: Beim deutlichen 44:26 (23:11)-Heimerfolg über die in allen Belangen hoffnungslos überforderte und bereits als Absteiger feststehende Fortuna aus Saarburg überzeugte Handball-Oberligist SG Saulheim auf ganzer Linie und darf nach seinem dritten Erfolg in Serie weiter vom Aufstieg in die Regionalliga träumen. Allerdings war das erschreckend schwache Kellerkind kein Maßstab.
Der Sieg vor abermals spärlich besetzten Rängen im Ritter-Hundt-Sportzentrum bestätigte den zuletzt erkennbaren Aufwärtstrend der SG, die nach ihren vorherigen doppelten Punktgewinnen gegen die Spitzenteams TSG Friesenheim II und SV 64 Zweibrücken auch gegen die Saarburger nichts anbrennen ließ. Ohne erkennbares Aufbäumen fügten sich die ideenlosen und mit lediglich sieben Feldspielern angereisten Fortunen in ihre bereits nach wenigen Minuten absehbare Pleite, die den Saulheimern ihren höchsten Saisonsieg und die zweithöchste erzielte Trefferzahl dieser Runde bescherte.
Mit einer Differenz von 18 Toren fegten die im Vergleich zu den Vorwochen mit spürbar mehr Selbstvertrauen agierenden Saulheimer den Gegner förmlich aus der Halle. Zahlreiche gelungene Spielzüge, schnelle Tempogegenstöße und etliche sehenswerte Würfe unterstrichen, dass die Hausherren den Kampf um die Meisterschaft im Fernduell mit Primus TV Vallendar noch lange nicht aufgegeben haben. "Wir haben viele gute Szenen und tolle Tore mit drin gehabt. Mehr können wir den Zuschauern an Unterhaltung nicht bieten", befand SG-Coach Karl-Peter Kilz, der in den noch verbleibenden drei Partien nicht auf den Rivalen von der Mosel schauen will. "Wir müssen auf uns gucken und einfach unsere restlichen Spiele gewinnen", sagte der Saulheimer Übungsleiter.
Ob dann wieder die etatmäßigen Keeper Sven Stengel und Sascha Radewald im SG-Tor stehen werden oder erneut der reaktivierte Oldie Thomas Möbus den Saulheimer Kasten hütet, ließ Kilz offen. Während Stengel und Radewald wie schon in Zweibrücken geschont wurden und nicht ins Geschehen eingriffen, unterstrich der Ex-Nieder-Olmer mit einigen glänzenden Reflexen, dass er nichts von seiner alten Klasse eingebüßt hat und mit seiner Abgeklärtheit ein wichtiges Faustpfand im Ringen um die Versetzung in die höhere Spielklasse sein könnte. "Wenn nächste Woche alle drei Torhüter fit und im Training sein sollten, gucken wir mal. Dann wird die Leistung entscheiden", so Kilz.
SG Saulheim: Möbus, Radewald (nicht eingesetzt); Acker (12/1), Vuletic (5/1), Venter (3), Rürup (7), Kröhle (7), Schmidt (1), Schuhmacher (3), Feddersen, Schirra (1/1), Jung (1), R. Walldorf (2), Bach (2).
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| Unbedrängt kommt der Saulheimer Benjamin Venter (rechts) zum Wurf. Die Lücke zwischen den Saarburgern Daniel Moske und Eugen Frisen (von links) ist riesig. Insgesamt traf der SGler gegen Fortuna dreifach. Photoagenten/Axel Schmitz |
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