Vom 04.05.2009
Von
Claus Rosenberg
HOMBURG. Die SG Saulheim hat durch einen 30:25 (16:10)-Sieg ihren hauchdünnen Vorsprung an der Spitze der Handball-Oberliga verteidigt. Vorausgegangen war ein emotionsgeladenes Spiel in Homburg, wo massiv die Schiedsrichter in der Kritik standen. Die Gastgeber fühlten sich erheblich benachteiligt.
Die entscheidende Schlüsselsequenz spielte sich während den zwölf Minuten vorm Halbzeitpfiff ab. Acht Zeitstrafen verhängten die Schiedsrichter da gegen die Hausherren - ein Vorteil, den die Saulheimer souverän ausnutzten. Sahen sie sich vorher zuweilen noch mit bis zu zwei Tore im Rückstand, erspielten sie sich nun den spielentscheidenden Vorteil. Aus dem 9:9 zauberte der Spitzenreiter ein 16:10, während das Publikum seinem Frust ob der Schiedsrichterleistung mit ",Schieber, Schieber"-Rufen Luft machte.
Das war aus Sicht der Saulheimer maßlos überzogen. "Sicher, über die eine andere Strafe konnte man sicher streiten. Größtenteils waren sie aber berechtigt", urteilte SG-Coach Mischa Jung. Zeitweise spielten die Saulheimer nur gegen drei Homburger. Dazu kam, dass die SG mit einem Torhüterwechsel ein gutes Händchen hatte. Sven Stengel löste den glücklosen Sascha Radewald ab.
Nach dem Wechsel war das Spiel so offen wie in den ersten Spielminuten - mit leichten Vorteilen für den TV Homburg. Beim Stande von 17:21 (44.) machte sich beim Homburger Anhang wieder etwas Hoffung breit, dass man doch noch einmal herankäme. Letztlich war es aber nur eine Frage der Zeit, bis sich die Saulheimer auf die neuen taktischen Varianten der Gastgeber eingestellt hatten. Ihre Versuche, den Spitzenreiter durch Manndeckung von Benjamin Venter und später auch Spielertrainer Martin Reuter auszuhebeln, waren nur kurz von Erfolg gekrönt.
SG Saulheim: Radewald, Stengel; Reuter (5), Acker (4), Rürup (3), Jung, Herberg, Schuhmacher (6), Venter (6), Kröhle, Schmidt, Ickenroth (6/2).
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