Vom 27.04.2009
Von
Andreas Riechert
SAULHEIM. Hart erarbeiteter Heimsieg für die SG Saulheim in der Handball-Oberliga: In einer packenden Partie gegen die aufopferungsvoll fightenden Gäste vom TV Moselweiss kam der Tabellenführer zu einem vollauf verdienten 27:25 (12:11)-Erfolg und hält das Rennen um die Meisterschaft somit weiter offen.
Der knappe Spielverlauf gegen die Rheinländer, die den Saulheimern das Leben von Beginn an äußerst schwer machten und sich trotz eines zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstands nie aufgaben, spiegelte die derzeitige Situation beim Aufstiegsanwärter exakt wider: Die SG glänzte auch gegen den TVM nicht mit den im Laufe der Runde bereits so oft gezeigten spielerischen Glanzpunkten und technischer Raffinesse, sondern erlangte den doppelten Punktgewinn in erster Linie aufgrund ihres großen kämpferischen Engagements: "Wir sind zwar absolut glücklich über den Sieg, aber im Moment fehlt uns im Vergleich zu früheren Saisonphasen einfach ein wenig die spielerische Leichtigkeit in der Offensive", konstatierte SG-Keeper Sascha Radewald, der seinen Farben mit unzähligen sensationellen Paraden in der zweiten Hälfte und insbesondere in der Schlussphase das eminent wichtige Erfolgserlebnis sicherte. So war es in erster Linie Radewalds Reaktionsschnelligkeit zu verdanken, dass sich die SG nach einer 14:12-Führung (33.) innerhalb weniger Minuten mit schnell und variabel vorgetragenen Tempogegenstößen auf 19:13 (38.) abzusetzte.
Zuvor hatten die Saulheimer insbesondere im ersten Durchgang einige Probleme mit den um den Klassenerhalt ringenden Koblenzern, die über weite Strecken der Partie keinen Ball und keinen Zentimeter Raum verloren gaben. Immer wieder scheiterten die SG-Schützen am famosen Moselweiss-Goalie Tobias Zelter, blieben in der massierten Deckung der Gäste hängen oder schlossen teils überhastet ab.
Dass die Mannen um Spielertrainer Martin Reuter - der diesmal von Beginn an auf dem Feld stand und sich auch in kritischen Situationen nicht vor der Verantwortung scheute - gegen den willensstarken und robusten Aufsteiger trotz deutlicher optischer Dominanz lediglich mit einem Tor Vorsprung in die Pause gingen, kam für Mischa Jung allerdings keineswegs überraschend: "Wir wussten, dass Moselweiss ein starker Gegner ist, die haben schließlich immer wieder ganz beachtliche Ergebnisse erzielt", sagte der SG-Coach.
SG Saulheim: Radewald; Reuter (3/1), Acker (6/1), Rürup (3), Jung (2), Herberg (1), Schuhmacher (5), Venter (4), Kröhle (2), Schmidt, Ickenroth (1).
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