Vom 20.04.2009
EPPELBORN Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden: Handball-Oberligist SG Saulheim unterlag den Handballfreunden Illtal 28:32 (14:18). Die Mundenheimer, der ärgste Titelrivale, sind nunmehr von den Punkten her mit den Rheinhessen an der Tabellenspitze gleichgezogen.
Entschieden wurde die Begegnung im Saarland Mitte der zweiten Hälfte. Die Saulheimer hatten ihren teils erheblichen Rückstand beim 22:23 bis auf ein Tor reduziert, als sie sich einige Fehlwürfe erlaubten, aber auch einige zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen wegstecken musste. So sahen Sascha Radewald und Spielertrainer Martin Reuter Rote Karten. Die heimstarken Illtaler bauten indes ihren Vorsprung wieder aus. Spätestens beim 29:23 (54.) stand der Sieger fest.
Sieben Zeitstrafen quittierten die Saulheimer in der zweiten Hälfte - außergewöhnlich viele. "Das hat uns schon geschwächt, dass wir immer wieder mit einem oder zwei Spielern in Unterzahl spielen mussten", resümierte SG-Coach Mischa Jung, der nach eindrucksvollem Start der Gastgeber Mitte der zweiten Halbzeit eine Wende für möglich gehalten hat: "Da waren wir dran. Da hatte ich den Eindruck, dass das Spiel noch kippen könnte."
Die Saulheimer trafen auf einen starken Gegner, der von Beginn an vorne lag. Der Illtaler Rückraum und der immer wieder geschickt in Szene gesetzte Kreisläufer spielten bis zur 26. Minute beim 16:11 einen Fünftore-Vorsprung raus. Danach startete der Spitzenreiter seine Aufholjagd, die ihn über das 14:18 zur Pause bis auf ein Tor an den Kontrahenten heranbrachte. Der profitierte schließlich von mehreren Entscheidungen der Schiedsrichter. "Das war der Knackpunkt", kommentierte der Coach niedergeschlagen.
Mischa Jung registrierte trotz des dritten doppelten Punktverlusts in dieser Runde Lichtblicke: "Wir haben uns nie aufgegeben", meinte er. Grundsätzlich sprach er von einer ärgerlichen Niederlage, richtete aber schnell den Blick wieder nach vorne. Noch sei die Meisterschaft nicht verloren.
SG Saulheim: Radewald, Stengel; Breitenbach, Reuter (8/3), Acker (1), Rürup (2), Bach (2), Jung (3), Herberg (3), Venter (6), Kröhle, Schmidt, Ickenroth (3/1).
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