SG Saulheim siegt beim TV Moselweiss klar
Vom 08.12.2008
Von
Claus Rosenberg
Die SG Saulheim hat dem selbsternannten Favoritenschreck TV Moselweiss in der Handball-Oberliga klar die Grenzen aufgezeigt. 30:26 (17:14) siegte das Team von Martin Reuter, das nach dem nun elften Spiel in Folge ohne Niederlage auf Meisterschaftskurs bleibt.
Zur Begrüßung seiner Gäste hatte sich der Aufsteiger eine pikante Aufmerksamkeit einfallen lassen. Am Eingang zur Halle prangte ein großes Plakat mit der Aufschrift "Moselweiss, der Favoritenschreck". "Das hat uns natürlich noch einmal zusätzlich motiviert", frohlockte SG-Cotrainer Mischa Jung nach dem souverän herausgespielten Sieg.
"Insgesamt war das Spiel eine runde Sache", freute sich auch SG-Spielertrainer Martin Reuter. Bis zum 12:12 konnten die Rheinländer wegen anfänglicher Abwehrprobleme der Gäste auch mithalten. Danach aber gerieten sie zusehends auf die Verliererstraße. Bereits zur Pause führte die SG 17:14 und baute den Vorsprung trotz eines kapitalen Hängers kurz nach dem Wechsel bis zur 52. Minute auf 28:21 aus.
Die Saulheimer ließen sich auf ihrem Weg zu den beiden Punkten durch nichts beirren. Weder durch die Ergebnisse der übrigen Titelkandidaten wie Mundenheim und Biewer-Pfalzel, die in der schmuddeligen Moselweiss-Halle bereits gescheitert waren. Noch von dem glatten, rutschigen Boden oder dem grundsätzlichen Harzverbot, das die Ballannahme ungewohnt erschwerte. Nein, an diesem Nikolaus-Tag spielte die SG ihren Stiefel runter und das mit einer Selbstsicherheit, die sogar dem angeschlagenen Star der Mannschaft, Martin Reuter, längere Pausen erlaubte. Vorrangig spielte er in der Abwehr, brachte aber nach Zweidrittel der Spielzeit auch wieder Ruhe ins aus dem Rhythmus geratene Angriffsspiel der SG. Sechs hundertprozentige Chancen hatten die Saulheimer in den vorausgegangenen zehn Minuten vergeigt. "Das war ein Manko. Das muss man klar und deutlich sagen", erklärten später Reuter und Jung unisono. Wirklich dramatisch war der Durchhänger jedoch nicht, denn Moselweiss schlug kein Kapital daraus. "Glücklicherweise", räumte Jung ein, der seinem Team eine geschlossen gute Mannschaftsleistung bescheinigte. Am nächsten Samstag gastiert Homburg in der Ritter-Hundt-Sporthalle, ehe es am Samstag vor Weihnachten zum Spitzenspiel gegen Mundenheim kommt.
SG Saulheim: Radewald, Stengel - Breitenbach (2), Reuter (3/1), Acker (6), Rürup, Bach (1), Jung (2), Schuhmacher (5), Venter /4), Kröhle, Schmidt (1), Ickenroth (6/5).
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