Banner

Zu verschenken gibt es nichts

Drucken PDF
Wörrstadt gegen Saulheim: Abstiegskampf gegen Aufstiegsambitionen

 
Vom 12.01.2008

wai. Das Warten hat ein Ende. Nach sieben Jahren stehen sich die Nachbarn TuS Wörrstadt und SG Saulheim endlich wieder zu einem Punktspiel auf dem Handball-Parkett gegenüber.

 
Die Rollen der beiden Oberligisten sind sehr unterschiedlich. Aufsteiger Wörrstadt braucht jeden Punkt im Kampf um den Klassenverbleib, Saulheim hat bei einem Minuspunkt Rückstand auf die Tabellenspitze ebenfalls nichts zu verschenken und will sich im Meisterschaftsrennen keinen Ausrutscher erlauben.

Die Ausgangslage scheint also sehr eindeutig, wenn sich beide am Sonntag um 18 Uhr zum Nachholspiel im Wörrstädter Schulzentrum entgegentreten. "Wenn wir verlieren, ist das die normalste Sache der Welt. Wenn Saulheim einen Punkt abgibt, wäre es eine Sensation", stellt TuS-Trainer Fritz-Peter Schermuly klar. "Die SG kommt mit vier, fünf gestandenen Regionalliga-Spielern, wir mit Sportstudenten und Rheinhessenliga-Akteuren", überspitzt er die Unterschiede zwischen dem Spitzenteam und dem Abstiegskandidaten. Nach dem schwachen Saisonstart gegen übermächtige Gegner hat sich der TuS aber gefangen und mittlerweile zehn Punkte eingefahren. Sechs davon in den letzten drei Heimspielen - eine Serie, die Karl-Peter Kilz aufhorchen lässt. "Immerhin haben sie Illtal geschlagen. Wir sind gewarnt." Der Saulheimer Coach wird auf seine Mannschaft einwirken, den Gegner absolut ernst zu nehmen. "Wir dürfen nicht auf die Tabelle schauen und müssen uns auf das Spiel vorbereiten, wie gegen jeden anderen Gegner auch. Wir fahren mit breiter Brust nach Wörrstadt, aber nicht überheblich."

Für Kilz geht es im neuen Jahr darum, sich nach der guten Vorrunde mit der SG an der Tabellenspitze zu etablieren. Da er mit seiner Mannschaft keine Saisonvorbereitung gemacht hat und erst nach dem zweiten Spieltag das Traineramt übernahm, gibt es für ihn noch Nachholbedarf in Sachen persönlicher Handschrift. "Bisher ist vieles auf der Strecke geblieben, da die Einstellung auf den nächsten Gegner im Vordergrund stand. Ich möchte noch einige neue Akzente setzen, mit denen sich unser Spiel etwas verändern wird." Welche Akzente das sind, will er aber noch nicht verraten. "Das sollen die Gegner selbst herausfinden. Zwischen den Jahren haben wir eh nur gedaddelt, da viele in Urlaub waren", scheinen die Änderungen noch nicht gegriffen zu haben. Eine Neuerung wird es bei der SG aber auf jeden Fall geben: Nachdem er bis Ende Dezember beruflich in Berlin weilte, ist Henning Pulg wieder dabei und wird im Derby sein Saisondebüt geben. Der Linkshänder soll die rechte Seite entlasten und kommt gerade recht, da Christoph Bach sich einen Bänderriss zugezogen hat und Marco Maul noch im Urlaub weilt. Fraglich ist auch noch der Einsatz der angeschlagenen Freddy Schuhmacher, Benjamin Venter und Sven Lerzer. "Im Derby wollen die natürlich alle spielen. Aber wir müssen aufpassen, dass wir keinen verheizen und er hinterher umso länger ausfällt", will Kilz kein unnötiges Risiko eingehen.

Einen Ausfall zu beklagen haben auch die Gastgeber, bei denen sich Rückraumschütze Pierre Höhn das hintere Kreuzband angerissen hat. "Gerade er hatte sich in letzter Zeit sehr gesteigert und war ganz heiß auf das Derby", bedauert Schermuly, der zudem um seinen Torwart Tobias Völker (Fußprellung) bangt. Zwar ohne Training, aber durch seine Hochzeit während einer dreiwöchigen Mexiko-Reise gestärkt, geht Frank Hagelauer ins Spiel. "Saulheim hat sich gegen die Mannschaften aus dem hinteren Tabellenbereich noch keine Blöße gegeben. Ihre Wurfkraft im Rückraum ist mit unserer gar nicht zu vergleichen, individuell sind sie wesentlich stärker. Das birgt aber auch die Motivation, zu beweisen, dass wir gegen solche Gegner mithalten können." Dazu setzt Schermuly ganz auf die Einsatzwillen seiner Spieler, die die Gegenstöße der Saulheimer Flügelzange unterbinden und das Zusammenspiel der Rückraumachse Jung-Venter-Schuhmacher eindämmen soll. "Wir müssen kämpfen, sonst gibt es ein Waterloo für uns. Aber wenn wir in der Lage sind, sie aus dem Rhythmus zu bringen und nervös zu machen, ist alles möglich. Wir werden keinen Kniefall machen und die Punkte freiwillig abgeben." Hoffnung macht Schermuly auch Neuzugang Kai Cieplinski von den Sportfreunden Budenheim. Der Kreisläufer ist bereits spielberechtigt und wird vom Coach als echte Verstärkung eingeschätzt. Sein letztes Spiel, bevor er für ein Vierteljahr nach Australien geht, macht im Derby Martin Wilitzki.

 
Banner

Vorschau

SG Saulheim

19.05.12

18.00: Haßloch – 1. Herren

JSG Saulheim/Nieder-Olm

Quali zur OL RPS:

24.05.12

19.15: Gonsenheim – m. A1

 

Newsletter



Empfange HTML?

Wer ist Online

Wir haben 5 Gäste online

Bookmarks

 
 

Link zur JSG Seite

 
  • Galerie
  • Galerie
  • Galerie
  • Galerie
  • Galerie
  • Galerie

SocialWeb

Share to Facebook Share to Twitter Share to Linkedin Share to Myspace