Vom 16.02.2008
dri. Derby-Zeit in der Handball-Oberliga. Die SG Saulheim trifft am Samstag (19.30 Uhr) vor heimischem Publikum auf die TuS Wörrstadt. Selten hat der Begriff Derby auf eine Paarung so genau zugetroffen, wie in diesem Fall. Liegen beide Orte doch nur etwas weniger als drei Kilometer voneinander entfernt. Drei Kilometer, die es, zumindest aus Handball-Sicht, gewaltig in sich haben. Denn neben der engen Tabellenkonstellation, die offenbart, dass beide Teams die Punkte nötig haben, um oben dran zu bleiben bzw. nicht noch tiefer unten rein zu rutschen, ist es vor allen Dingen das Prestige, das diesem Spiel seinen ganz besonderen Reiz verleiht. "Ein Derby hat nun einmal seine eigenen Gesetze. Da kann alles passieren", erklärte SG-Trainer Karl-Peter Kilz. Er ist sich jedoch sicher, dass es am Samstag "trotz der Brisanz keine übertriebenen Emotionen" geben wird. "Im Hinspiel ging es auch sehr fair zu. Deshalb erwarte ich jetzt nichts anderes." Jenes Hinspiel hatte erst vor vier Wochen stattgefunden. Mit 29:23 siegten damals die Saulheimer in Wörrstadt und feierten somit den ersten von zwei möglichen Derby-Erfolgen. Und wenn es nach Trainer Kilz geht, soll der am Samstag auch der zweite Sieg folgen. "Wörrstadt ist eine unangenehme Mannschaft, die schon einigen Favoriten ein Bein gestellt hat", erinnerte sich Kilz an die Siege gegen Bad Ems (30:27) und Illtal (27:25), sowie an das Unentschieden gegen St.Ingbert (37:37). "Wir sind also gewarnt. Wenn wir uns aber auf unser Spiel konzentrieren und versuchen, unsere Stärken auszuspielen, haben wir gerade zu Hause eine gute Chance, den zweiten Derby-Sieg zu feiern", hofft Kilz, der aus personeller Sicht gesehen aus dem Vollen schöpfen kann.
Jemand, der mit Sicherheit etwas gegen den Plan des SG-Trainers hat, ist der Coach der Wörrstädter, Fritz-Peter Schermuly. "Wir gehen zwar als klarer Außenseiter in die Partie, aber die Saulheimer kochen auch nur mit Wasser", erklärte Schermuly, der nach der Hinspielniederlage noch eine Rechnung mit dem Lokalrivalen offen hat. "Meine Jungs haben diese Partie genau im Hinterkopf und werden alles dafür tun, um dieses Mal den Saulheimern die Punkte zu stehlen." Damit es soweit kommt, muss der Aufsteiger jedoch die zahlreichen Fehler, die ihm vor vier Wochen unterlaufen waren, abstellen. Besonders das konsequente Tempospiel der SG hatte die Wörrstädter vor große Probleme gestellt. "Wir müssen einfach konzentrierter auftreten und versuchen, die Saulheimer gar nicht erst in dieses Tempospiel hineinkommen zu lassen, wenngleich sie eine richtig gute Mannschaft haben", schilderte Schermuly. Auch vor der großen Kulisse werde sich sein Team nicht mehr so beeindrucken lassen, wie es noch im Hinspiel der Fall gewesen war, sagt er.
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