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TuS sträubt sich nicht

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Sieg im Derby wären Punkte gegen den Wiederabstieg

 
Vom 09.01.2008  
vs. Sieben Jahre lang haben sie darauf warten müssen - sieben lange Jahre gab es kein Derby zwischen den Handballern der TuS Wörrstadt und der SG Saulheim, sieht man einmal von gelegentlichen "Episoden" im ohnehin kaum geliebten Pokal ab. Als sich vor sieben Jahren die Wege trennten, weil die Saulheimer aufstiegen, während die Wörrstädter in der heutigen Rheinhessenliga hängen blieben, begannen sie bei der TuS diese Derbys zu vermissen. "Sechsmal sind wir in dieser Zeit Vizemeister geworden", sagt TuS-Abteilungsleiter Jürgen Liebherr. Das heißt: Die Wörrstädter hatten das Handballspielen nicht verlernt, aber zum Aufstieg in die Oberliga hatte es jeweils nicht gereicht.

Das hat sich bekanntlich im vergangenen Frühjahr geändert, so dass es nun erstmals wieder um Punkte gegen den Nachbarn geht. Ursprünglich sollte das Oberliga-Aufeinandertreffen am 3. Oktober bereits über die Bühne gehen, doch nun wird für beide Teams die Vorrunde also erst am Sonntag im Wörrstädter Schulzentrum (18 Uhr) zu Ende gehen. Liebherr erwartet dann mit rund 400 Zuschauern eine gut gefüllte Halle. Zusatztribünen wie vor zehn Jahren, als die Hausherren im Pokal auf Tusem Essen getroffen waren und knapp 700 Fans in die Halle "gepackt" hatten, werden diesmal nicht gebraucht.

Vielleicht liegt das auch daran, dass sich in Wörrstadt die Fans erst wieder daran gewöhnen müssen, dass man sich wieder auf Augenhöhe mit dem Nachbarn befindet. Was den Begriff Augenhöhe betrifft, verteilt Liebherr allerdings die Rollen im Derby ganz klar: "Saulheim ist aufgrund der Erfahrung klarer Favorit. Aber wir haben eine kleine Chance." - Kleine Chance? - "Ja, denn es kann ja sein, dass die Saulheimer ein bisschen überheblich sind und uns unterschätzen. Und wenn man sich die Ergebnisse so ansieht, dann ist es für die Saulheimer ja auch nicht immer so gelaufen wie sie sich das sicher vorgestellt haben", stichelt Liebherr ein bisschen.

Immerhin sind die Wörrstädter inzwischen mit zehn Punkten "gesegnet", nachdem sie zu Beginn der Runde überhaupt nicht auf die Strümpfe gekommen sind. "Wir hatten einen denkbar schlechten Auftakt", erinnert sich Liebherr gar nicht so gerne an den Beginn der Runde, als man bei der TuS wochenlang auf Punkte warten musste. Allerdings hatte es der Aufsteiger da auch mit allen Spitzenteams zu tun gehabt. Unter anderem gegen Mundenheim, Biewer/Pfalzel und die Untere Saar - da gab es für die Mannschaft von Trainer Fritz-Peter Schermuly nichts zu ernten. Erst im sechsten Spiel landeten die ersten Zähler durch den 35:28-Heimsieg gegen Fortuna Saarburg auf dem Konto. Inzwischen sind es fünf Sieg, die die Wörrstädter vorweisen können und die die Hoffnung auf den Verbleib in der Klasse schüren.

Liebherr sagt klipp und klar: "Für uns kann es nur darum gehen, die Klasse zu halten." Für Sonntag hätte er insofern nichts dagegen, wenn der sechste Sieg hinzukäme. Liebherr schmunzelt: "Wir würden uns nicht dagegen sträuben."

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