Vom 09.01.2008
vs. "Eigentlich", sagt Rudi Runkel, "eigentlich wäre die Vorrunde ja längst abgehakt." Da aber die Partie zwischen der TuS Wörrstadt und der SG Saulheim am 3. Oktober zeitgleich mit dem Regionalliga-Derby zwischen Nieder-Olm und Budenheim angesetzt worden war, freute sich der Saulheimer Abteilungsleiter damals auch, dass ein anderer Termin gefunden werden konnte. So stehen sich nun die beiden Kontrahenten am Sonntag in Wörrstadt (18 Uhr) gegenüber. "Wir haben bislang in der Vorrunde drei Niederlagen zu verzeichnen", sagt Runkel und fügt selbstbewusst hinzu: "Und dabei soll es auch bleiben. Wir verlieren nämlich ungern. Und gegen Wörrstadt verlieren wir besonders ungern."
Weil die Saulheimer erst dreimal den Kürzeren gezogen haben und nur einen Minuspunkt hinter Tabellenführer Biewer/Pfalzel rangieren, schauen die SG-Verantwortlichen recht zufrieden zurück auf den bisherigen Saisonverlauf. "Damit kann ich gut leben", sagt Runkel, "denn im Moment zählen wir bei uns nur die Niederlagen - das ist einfacher." Gegen Rheintal habe man zu Recht verloren, "weil die besser waren als wir", in Trier habe es gegen Biewer/Pfalzel ein schlechtes Spiel von beiden Seiten gegeben, das man schließlich verloren habe und dann sei da eben noch die Auftaktniederlage in Bad Ems gewesen, "als es bei uns in der Mannschaft noch nicht so gestimmt hat."
Als dann überraschend Uli Hangen seinen Rückzug als Spielertrainer bekannt gab und "auf die Schnelle" Karl-Peter Kilz als Trainer installiert werden konnte, startete die SG eine Siegesserie von zehn Spielen ohne Niederlage, wobei die Punkte gegen Friesenheim bekanntlich nur deshalb aufs Konto gelangten, weil die Hausherren beim klaren Sieg einen nicht einsatzberechtigten Spieler eingesetzt hatten. Sei´s drum: Die SG ist jedenfalls seither ganz dick im Aufstiegsgeschäft dabei.
"Das Wort Aufstieg will ich mal noch lieber nicht in den Mund nehmen", sagt Runkel. Die Saison sei noch lange. "Wenn wir Mitte März immer noch oben dabei sind, dann werden wir weiter sehen. Schließlich spielen die Spitzenmannschaften dann alle noch gegeneinander." Um in diese Situation zu gelangen, gelte es, gegen die vermeintlich schwächeren Teams keine Punkte abzugeben. Dazu zählt auch der sonntägliche Gegner, auch wenn Derbys ihre eigenen Gesetze haben mögen. "Aber", sagt Runkel, "wenn wir gegen Wörrstadt unsere normale Leistung abrufen, kann eigentlich nichts schief gehen. Und das, obwohl sich die beiden Mannschaften sehr gut kennen und sich die Wörrstädter bestimmt sehr ins Zeug legen werden." Schließlich tauschen die beiden Klubs untereinander ihre Spielbeobachtungen aus...
Was das letzte PunktspielDerby zwischen den beiden Teams angeht, da muss Runkel passen: "Ich weiß nicht mehr wie das ausgegangen ist. Das ist zu lange her." Sieben Jahre "Derby-Pause" sind eben eine Menge Holz.
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