Vom 18.02.2008
Auch im zweiten Derby haben sich die Saulheimer Oberliga-Handballer die Punkte von den Nachbarn aus Wörrstadt nicht nehmen lassen und die Schermuly-Mannschaft mit 29:22 (16:9) nach Hause geschickt. Sauer war SG-Trainer Karl-Peter Kilz trotzdem.
VonAnita Pleic
Dass es für die Wörrstädter nicht viel zu holen geben würde, hatten die Saulheimer Fans sie schon vor Spielbeginn durch ein Plakat wissen lassen. Doch eine Klatsche gab es für den Aufsteiger aus der Nachbargemeinde nicht. Was am Ende dazu führte, dass der unterlegene Coach Fritz-Peter Schermuly ein zufriedeneres Fazit zog als sein Kollege Karl-Peter Kilz, der dann doch etwas angefressen war. Schuld daran waren seine Spieler, die trotz eindeutiger Führung teilweise nicht das Spiel zeigten, das sich der Trainer ausgemalt hatte.
"Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es ja noch, aber was dann passierte, kann nicht sein", ärgerte sich der Coach über die Abwehrarbeit. Denn die war eigentlich gar nicht mehr vorhanden. "Darüber müssen wir reden. Da müssen sich die Spieler auch mal Kritik gefallen lassen. Denn das war gar nichts. Es kann nicht sein, dass wir so unkonzentriert sind. Wir haben ja in der ersten Halbzeit dominiert, aber 40 Minuten Konzentration reichen nicht, wir müssen 60 Minuten diszipliniert spielen", machte sich der Coach Luft. Er deutete an, dass vor dem Spiel gegen Kuhardt noch einiges an Arbeit auf sein Team wartet.
Am Anfang hatte es nach einem engen Ergebnis ausgesehen. Die Gäste starteten mit einer offensiven Variante und versuchten die Angriffe der Saulheimer frühzeitig zu stören. In den ersten neun Minuten ging die Taktik von Schermuly auch auf, sein Team blieb dran und glich sogar zum 4:4 aus. Doch nachdem Uli Hangen einen Siebenmeter verwandelt hatte, zogen die Saulheimer kontinuierlich davon. Obwohl die TuS nicht aufgab und weiter kämpfte, zeigte sich die Saulheimer Überlegenheit vor allem bei den Würfen aus dem Rückraum. Für Schermuly, der später mit einer 5-1-Deckung spielen ließ, und mit seinem Team im Großen und Ganzen zufrieden war, bedeutete das keine allzu große Überraschung: "Eine so ausgebuffte Mannschaft wie Saulheim knackt das eben dann auch. Und wir wissen natürlich, dass die auch eine starke Bank haben." Dass die SG ihre Führung ausbauen konnte, lag dann aber auch daran, dass TuS viele Chancen vergab und der Saulheimer Schlussmann Sven Stengel viele Bälle hielt. "Das waren ja aber auch keine schweren Bälle, die er da hatte. So herausragend war das nicht", meinte Schermuly und lobte für seinen Torhüter Tobias Völker: "Ihn hätte ich vielleicht früher bringen sollen. Er war heute wirklich stark", sagte der Trainer.
In diesem Derby war mehr Feuer als in der ersten Auflage. Mehrere Zeitstrafen und Karten waren die Konsequenzen. "Wir sind heute auch daran gescheitert, dass wir mit der Härte der Saulheimer nicht zurechtgekommen sind", analysierte der TuS-Trainer. Trotzdem ziehen die Wörrstädter aus beiden Derbys auch Positives: "Wir konnten der SG, obwohl sie, und das muss man einfach mal sehen, besser ist, teilweise sehr gut Paroli bieten und sind in beiden Partien nicht untergegangen", so Schermuly.
SG Saulheim: Stengel, Radewald; Maul (3), Lerzer (7), Rürup (4), Jung (3), Schuhmacher (4), Mayr, Venter, Hangen (2/1), Schmidt, Ickenroth (2), Bach (3), Pulg (1).
TuS Wörrstadt: Fischer, Völker; Gruß, Redig (2), Cieplinski (6), Marckardt (3), Zubeck (3), Gades, Engel (3), Egilmez, Höhn (1), Hagelauer (4/2), Hahn.
| < Zurück | Weiter > |
|---|













