Vom 28.01.2008
dri. Der TV Homburg hat den Aufstiegshoffnungen der Oberliga Handballer der SG Saulheim einen herben Dämpfer verpasst und dem haushohen Favoriten einen schmerzhafte 29:30 (17:14)-Auswärtsniederlage zugefügt. Durch ihre vierte Saisonniederlage rutschten die Saulheimer vom zweiten auf den vierten Platz ab. "Das tut uns natürlich sehr weh, aber unsere Devise muss nun lauten, alle restlichen Partien zu gewinnen, wenn wir noch ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden wollen", blickte Trainer Karl-Peter Kilz schon kurz nach der Partie wieder nach vorne.
Dass es für sein Team beim Aufsteiger überhaupt die vierte Pleite hagelte, hatte im Wesentlichen zwei Gründe. Der eine Grund heißt Wladimir Stukalin, ist 36 Jahre alt und wechselte in der Winterpause vom Regionalligisten HSG Augustdorf/Hövelhof nach Homburg. Zum anderen leisteten sich die Saulheimer besonders in der Abwehr außergewöhnlich viele individuelle Fehler, so dass das eigentliche Aushängeschild der SG an diesem Wochenende eher zu einem Vorfahrtsschild für die gegnerischen Angreifer wurde. "Das war heute mit Sicherheit nicht unser bestes Spiel. Wir haben gerade in der Abwehr zu keinem Zeitpunkt unsere gewohnte Stabilität gefunden", analysierte Kilz, dessen Team eigentlich gut in die Partie kam und nach 15 Minuten erwartungsgemäß mit 9:4 führte. Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieben die Gäste am Drücker und gingen schließlich mit einem Drei-Tore Vorsprung (17:14) in die Pause.
Nach der Halbzeit ließen die Homburger erstmals ihre, mit Hilfe des Wintereinkaufs, neu entstandene Gefährlichkeit aufblitzen und holten Tor für Tor auf, ehe sie in der 43. Minute sogar zum 23:23 ausglichen. "Wir haben in dieser Phase nicht gut gespielt und hatten trotzdem die Möglichkeit zu gewinnen. Dass wir diese nicht genutzt haben, ärgert mich sehr", erinnerte sich Kilz nur ungern an die letzte Viertelstunde des Spiels, in der die Homburger einen 24:25-Rückstand in eine 27:25-Führung verwandelten (48.) und merkten, dass an diesem Tag gegen den Tabellenzweiten mehr drin sein könnte. Doch Saulheim konterte und erzielte kurz vor Schluss das 29:28. Es schien, als hätte die SG die Blamage im letzten Moment noch einmal abgewendet. Doch dann folgte der große Auftritt von Wladimir Stukalin. Der Russe übernahm in der Schlussphase zunehmend mehr Verantwortung und führte sein Team mit insgesamt zwölf Treffern zum vierten Saisonsieg. "Er hat uns heute den Zahn gezogen. Wir waren zwar vor ihm gewarnt, konnten ihn jedoch heute nicht aufhalten", erklärte Kilz und ergänzte. "Wir werden aus unseren Fehlern lernen und werden in den kommenden Spielen wieder oben angreifen."
SG Saulheim: Radewald, Stengel; Maul (3), Lerzer, Rürup (2), Jung (1), Schuhmacher (6), Mayr (6), Venter (3), Hangen (5/1), Pulg, Kröhle (1), Schmitt (1), Ickenroth (1).
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