Vom 21.01.2008
Auch der ungewöhnliche Sonntagabendtermin hat die Handballer der SG Saulheim nicht daran gehindert, den nächsten Oberliga-Konkurrenten souverän zu beherrschen. Die Mannschaft von Trainer Karl-Peter Kilz bezwang den TV Bad Ems zum Rückrundenauftakt mit 33:23 (18:8).
VonVolker Schütz
Zwanzig bärenstarke Minuten der ersten Saulheimer Sechs mit Gerrit Rürup, Kristian Jung, Freddy Schuhmacher, Patrick Mayr, Uli Hangen und André Ickenroth zuzüglich eines stark beginnenden Sascha Radewald im Kasten - da war dem Gast von der Lahn bereits der Zahn gezogen, so er denn überhaupt einen besessen hatte. Mit 12:4 führte die SG zu diesem Zeitpunkt und hatte damit bereits den Acht-Tore-Rückstand wettgemacht, der am Ende des Hinspiels zu verzeichnen gewesen war. Dass die SG bei diesem Gegner Mitte September 24:32 verloren hatte - man konnte es gestern Abend kaum glauben.
Angeführt vom damals noch als Spielertrainer fungierenden Hangen, der diesmal insgesamt zehn Treffer beisteuerte, sah es zunächst so aus, als würden die Gäste einem Waterloo entgegensteuern. "Wir haben dann aber sehr viel gewechselt, wodurch viele Fehler entstanden sind", begründete Kilz den Umstand, dass nach dem Wechsel bei den Hausherren der Faden zunächst verloren ging. Zehn schwerfällige Minuten nach der Pause, in denen beiden Mannschaften zusammen insgesamt nur fünf Tore glückten, ließen die gute erste Hälfte der Hausherren etwas in den Hintergrund rücken. "Wir haben in der ersten Hälfte den Ball laufen lassen. Das war in der zweiten Hälfte so nicht mehr der Fall", sagte Kilz, der freilich sein Team in Schutz nahm: "Wenn man mit zehn Toren führt, ist es klar, dass die Konzentration nachlässt."
Dies war tatsächlich der Fall. Weil obendrein die Saulheimer Abwehr längst nicht mehr so effektiv zupackte wie in den ersten 30 Minuten, durfte sich der Gast ein wenig frei schwimmen. Damian Peltner und Fabian Gerlach trafen beide immerhin neunmal, so dass tete der TV Bad Ems den zweiten Abschnitt sogar ausgeglichen (15:15) gestaltete. "Wir wollten die Gäste nach der Pause auf Abstand halten, obwohl wir viel gewechselt haben. Das ist gelungen", war Kilz insgesamt zufrieden. Auf diese Art und Weise war es sogar gelungen, den verletzungsbedingten Ausfall der Rückraumschützen Benjamin Venter und Christoph Bach vergessen zu lassen.
SG Saulheim: Radewald, Stengel, Maul, Lerzer (1), Rürup (2), Jung (4), Schuhmacher (2), Mayr (8), Hangen (10/5), Pulg, Kröhle (3), Schmidt (2), Ickenroth (1).
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