Vom 24.05.2008
dri. Spannung pur herrscht am letzten Spieltag der Handball-Oberliga. Denn im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga kommt es zwischen der SG Saulheim und Spitzenreiter Untere Saar zu einem Herzschlagfinale. Nach der unerwarteten 33:37-Niederlage des Tabellenführers bei der TSG Friesenheim II hat die SG Saulheim nur noch zwei Zähler Rückstand und hat den direkten Vergleich für sich entschieden. Das bedeutet: Sollten die Saulheimer ihr finales Auswärtsspiel bei Fortuna Saarburg gewinnen und Untere Saar zeitgleich zu Hause gegen den TV Homburg verlieren, hätte die Mannschaft von Trainer Karl-Peter Kilz die Saarländer wenige Zentimeter vor dem Ziel noch abgefangen und ihren Traum vom Regionalliga-Aufstieg wahr werden lassen. "Ich denke, wir haben jetzt einen psychologischen Vorteil. Denn Untere Saar war am letzten Spieltag bei vier Punkten Vorsprung schon fast aufgestiegen und jetzt müssen sie wieder alles geben. Diesen Gedanken, schon fast im Ziel gewesen zu sein, steckt man als Spieler nicht so leicht weg", erklärte Kilz, der jedoch betont, dass sein Team erst gegen Saarburg gewinnen müsse, ehe man auf das Ergebnis von Untere Saar achten dürfe. "In Saarburg erwartet uns ein heißes Pflaster. Die Fortuna kämpft noch um den Klassenerhalt und braucht jeden Punkt." Das Hinrundenspiel gewannen die Saulheimer deutlich mit 34:25 und sie sollten aufgrund ihrer individuellen und spielerischen Überlegenheit auch beim Saisonfinale als Sieger vom Parkett gehen. "Wenn wir uns konzentrieren, sollten wir dort gewinnen und müssen dann auf Homburg hoffen", sagte Kilz. Ausgerechnet jener TV Homburg könnte somit zum Wegbereiter in die Regionalliga werden, der den Saulheimern am 17. Spieltag als damaliges Schlusslicht eine bittere 29:30-Auswärtsniederlage beschert hatte. "Darüber haben wir uns lange genug geärgert. Wir blicken jetzt nach vorne und hoffen, dass Homburg die nächste Überraschung gelingt", meinte Kilz, für den der Aufstieg in seinem letzten Spiel als SG-Trainer der perfekte Abschied wäre. "Natürlich empfinde ich Wehmut, aber die Aussicht, sich mit dem Aufstieg zu verabschieden, macht die ganze Sache erträglicher."
| < Zurück | Weiter > |
|---|













