SG Saulheim geht mit 34:25-Erfolg gegen Saarburg in die Ferien / Kilz: "Wild gewechselt"
Vom 17.12.2007 Die SG Saulheim hat sich mit einem 34:25 (15:11)-Heimsieg in die Weihnachtsferien verabschiedet. Nach zuvor zwei Niederlagen gegen Spitzenteams waren die zwei Zähler gegen die überforderten Gäste von Fortuna Saarburg die erfreulichste Nachricht des Abends im Ritter-Hundt-Zentrum, in dem zuvor 60 Minuten lang ein Kraut-und-Rüben-Handballspiel zu beobachten gewesen war. Schön und gut ist etwas anderes.
Von
Volker Schütz
Wenn man die Begegnung unter dem Aspekt betrachtet, dass es sich um eine Art Vorbereitungsspiel unter Wettkampfbedingungen gehandelt haben könnte, mag man zufrieden sein. Für den Zuschauer, der Oberliga-Handball sehen wollte und der dafür auch bezahlt, dürfte sich keine Zufriedenheit eingestellt haben. Außer ein paar sehenswerten Einzelaktionen erreichte die Partie niemals das Niveau der Klasse. ,,Solche Spiele muss man schon dazu nutzen, auch etwas auszuprobieren", verteidigte SG-Trainer Karl-Peter Kilz seine Marschroute später. ,,Es stimmt schon, wir haben wild gewechselt. Aber die Spieler brauchen Spielpraxis. Und ich muss mir ein Bild machen, wer mit wem am besten harmoniert. Hauptsache ist doch, dass wir gewonnen haben." Spielfluss entstand in der wilden Partie dabei freilich kaum. Die individuelle Stärke der Hausherren reichte in der Defensive, den Gästen ihre stärkste Waffe - nämlich das Tempospiel - zu vermiesen. Und vorne produzierte die SG am Ende tatsächlich trotz vieler haarsträubender Unzulänglichkeiten 34 Treffern - auch weil die Gästetorhüter kaum etwas hielten. Meist führten auch da Einzelaktionen zum Erfolg. Schön herausgespielte Treffer hatten Seltenheitswert.
War der Gast im ersten Abschnitt noch in der Lage gewesen, die Partie halbwegs offen zu halten, ging´s für den Aufsteiger unmittelbar nach dem Wechsel bergab. Saulheim baute seinen 15:11-Pausenvorsprung bis zur 40. Minute auf 23:14 - dieser Neun-Tore-Vorsprung hatte weitere zähe 20 Minuten später immer noch Bestand. ,,Solche Spiele muss man einfach gewinnen, um vorne dabei zu bleiben", sagte Kilz, ,,jetzt können wir beruhigt in die Pause gehen und unsere Wunden lecken." Wirklich Pech, dass sich bei diesem ,,Gekurke" Benjamin Venter auch noch an der Schulter verletzte. Ob der Rückraumschütze bis zur Fortsetzung der Runde mit dem Nachholspiel bei der TuS Wörrstadt am Sonntag, 13. Januar, wieder einsatzbereit sein wird, diese Frage musste am Wochenende noch offen bleiben. Klar ist dagegen, dass die Saulheimer mit nun 22:6 Punkten weiter der Spitzengruppe angehören und sie sich auf eine spannende Fortsetzung der Oberliga im neuen Jahr freuen können. Mit hoffentlich besseren Spielen wie gegen Saarburg.
SG Saulheim: Radewald, Stengel, Maul (7), Lerzer (2), Rürup (3), Bach (4), Jung (2), Schuhmacher (2), Mayr (4), Venter (2), Hangen (4/4), Kröhle, Schmidt (3), Ickenroth (1).
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